
Die Spannung geht im zweiten Teil der Drachen Trilogie unvermittelt weiter.
Als wäre es nicht schon seltsam genug, dass es mitten im Sommer zu schneien beginnt, da bekommt David von seinem Dozenten an der Uni die Aufforderung, der Frage nachzugehen, ob es Drachen wirklich gegeben hat.
David Rain wohnt nach wie vor bei den Pennykettles, einem Haushalt voller Tondrachen und seltsamer Geräusche. Er lebt gerne dort, aber das ständige Gehabe um die Tondrachen geht ihm auf die Nerven und Lucy hängt ihm dann auch noch ständig in den Ohren, dass er ihr eine neue Geschichte schreiben soll.
Kurzweilig meinte er ja auch, dass die putzigen Kerle aus Ton lebendig sein, aber das ist ja völlig absurd.
Aber nachdem Lucy ihren ersten eigenen Drachen geformt hat, einen Wunschdrachen und es kurz nach ihrem Wunsch nach Schnee zu schneien beginnt, kommt David wieder ins Grübeln.
Und als er dann auch noch im College von Dr. Bergstrom, einem Gastdozenten, den Auftrag bekommt, der Frage nachzugehen, ob es Drachen gibt oder nicht, fällt er vollends vom Glauben ab. Doch der erfahrene Polarforscher meint die Aufgabenstellung völlig ernst und als Preis für die beste Arbeit, winkt eine Forschungsreise in die Arktis.
Nach Besuch des Seminars häufen sich die Merkwürdigkeiten. Angefangen von einem eisbärförmigen Schneehaufen im Garten, einem sich davor fürchtenden Kater Bonington und einer verstörten Liz Pennykettle.
Als ihn dann noch Zanna, eine Collegekollegin, überredet, ihr die Drachenhöhle zu zeigen, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Wie schon der erste Band „Feuerträne“ ist „Eisflamme“ in unglaublich flüssiger Sprache, mit sehr viel Humor und Witz geschrieben. Chris d´Lacey hat es in diesem Band geschafft, seiner Fantasy-Welt noch andere Blickwinkel zu verschaffen.
Neue Charaktere sind nicht von Anfang an direkt einzuordnen, was die Spannung ungemein steigert. Diesen Stil zieht er bis zum Ende des Buches, so durchdacht, dass die letzten Zeilen des Buches noch für eine Überraschung sorgen. Umso größer wird da die Neugierde auf den letzten Band der Trilogie, Feuerstern, der im Juni 2008 herauskommt.
Was nicht unerwähnt bleiben sollte, sind die wunderschönen Illustrationen von Nora Nowatzyk, die der Geschichte etwas Besonderes verleihen. Immer wieder lockern Drachenflügel, Drachenschwänze und nicht wirklich furchterregende Drachen das Geschehen der Geschichte auf!
Angegeben ist das Buch für ein Lesealter ab 10 Jahren, aber mein 7 jähriges Bücherwürmchen hatte keine Probleme die Trilogie zu verstehen. Für junge Vielleser ein Buch, das die Lust am Lesen fesselt.